215
Personen
189
Kunstwerke
280
Provenienzereignisse
592
Provenienzmerkmale (Siegel/PMs)
Analyse 1
Provenienznetzwerk
Knoten = Personen aus den Provenienzereignissen (205 von 215). Kanten = zwei Personen erscheinen in der Provenienz desselben Kunstwerks. Knotengrösse: Anzahl Kunstwerke. Farbe: häufigste Rolle (rot = Sammler·in, blau = Urheber·in, grün = Händler·in). Ungefüllte Kreise = [unidentifiziert]. Der Filter hebt die gewählte Rolle hervor — übrige Knoten und Kanten werden ausgeblendet. Zoom & Ziehen möglich.
205 Personen
Netzwerk wird geladen…
Rolle
Sammler·in
Urheber·in
Händler·in
Begünstigte·r
Unbekannt
Identifikation
Identifiziert (gefüllt)
 [unidentifiziert]
Statistik
Knoten gesamt205
Kanten gesamt979
Identifiziert204 (99%)
Unidentifiziert1 (<1%)
Kantenstärke = Anzahl gemeinsamer Kunstwerke. Max: 189 (Liao / Drenowatz).
Analyse 2
Provenienzkette – Werkansicht
Provenienzketten für alle 189 Kunstwerke, mit bis zu 14 Ereignissen pro Werk. Rolle, Personen, Datum und Ort je Ereignis.

Werk aus der Liste auswählen

Analyse 3
Zeitleiste & Geographie
Links: Provenienzereignisse mit normiertem Datum (57 von 280), nach Jahrzehnt und Rolle gruppiert. Rechts: Geocodierte Provenienzereignisse (15 von 280 haben Ortskoordinaten) — Orte in China, Hongkong und der Schweiz.
Provenienzereignisse nach Jahrzehnt
Geocodierte Provenienzereignisse
Analyse 4
Sammlungsdemographie
Anreicherungsstatus der 215 Personen über Normdaten (VIAF, GND/Wikidata, ULAN) und die China Biographical Database (CBDB, Harvard). Berufsverteilung aus GND-Anreicherung (68 Personen). Dynastieverteilung der 189 Kunstwerke nach normiertem Herstellungsdatum.
Normdaten-Anreicherung (215 Personen)
Berufsgruppen (GND, n=68)
Kunstwerke nach Dynastie (n=187)
Analyse 5
Provenienzmerkmale – Siegelanalyse
592 Provenienzmerkmale (Siegel und weitere Zeichen) dokumentieren die Besitzgeschichte der 189 Kunstwerke. 97% sind einer Person zugeschrieben; 98% sind werkimmanent, d.h. direkt auf den Werken angebracht.
592
Provenienzmerkmale
97%
einer Person zugeschrieben
98%
werkimmanent

Siegelform & Technik

Top-Siegelinhaber·innen

Qianlong Kaiser (14 Siegel auf 4 Werken) — kaiserliche Qing-Sammlung (18. Jh.)

Analyse 6
Beobachtungen zur Provenienz
Beobachtungen auf Basis der auf opendata.swiss publizierten Daten — nicht des Gesamtstands der Provenienzforschung.
Dokumentationstiefe
189 / 189
Alle 189 Kunstwerke des publizierten Datensatzes verfügen über mindestens drei dokumentierte Provenienzereignisse. Der Median liegt bei sechs Ereignissen pro Werk — ein für diese Kategorie chinesischer Malerei ungewöhnlich hoher Wert, der auf eine intensive Erschliessung durch Siegelabdrücke und Inschriften zurückzuführen ist.
Quelle: mrz_provenienzen.json, 280 Ereignisse / 189 Kunstwerke (mrz_kunstwerke.json)
Fallbeispiel: Album «Die wunderbaren Ansichten von Xuancheng»
24 Blätter · 2 Bände
Die 24 Blätter des zweiteiligen Albums von Mei Qing 梅清 (1623–1697, bestätigt durch CBDB) — Band 1 mit 16, Band 2 mit 8 Blättern — teilen eine nahezu identische Besitzerkette: mehrere successive chinesische Sammler darunter Li Hanwen 李翰文, Zhou Shouchang 周壽昌 (1804–1884), Ma Jizuo und Chen Rentao, bis zu Charles A. Drenowatz und schliesslich dem Museum Rietberg (4. November 1979). Die Abfolge ist durch Siegel und Inschriften auf den Werken selbst belegt; die genaue Datierung der einzelnen Übergänge bleibt in den publizierten Daten jedoch überwiegend offen.
26 Datensätze im publizierten Bestand (24 Einzelblätter + 2 Banddatensätze) · Lebensdaten via CBDB Harvard
Dokumentarische Lücken
46 Lücken > 50 Jahre
Bei 46 Werkpaaren aufeinanderfolgender datierter Provenienzereignisse beträgt der zeitliche Abstand mehr als 50 Jahre; bei 12 Werken mehr als 100 Jahre. Die grösste dokumentarische Lücke betrifft ein Werk von Wen Zhengming (datiert 1536), das erst 1967 wieder bei Charles A. Drenowatz nachweisbar ist — ein Zeitraum von 431 Jahren, über den im publizierten Datensatz keine Einträge vorliegen. Dies bedeutet nicht, dass keine Provenienzinformationen existieren, sondern dass sie in den hier vorliegenden Open-Data-Angaben nicht enthalten sind.
3 Lücken > 200 Jahre; alle enden bei einem westlichen Händler oder Drenowatz (1948–1967)
Der westliche Kunstmarkt als Zwischenstation
5 Händler
In 15 Provenienzereignissen erscheinen fünf westliche Kunsthändler als Zwischenstufe vor dem Erwerb durch Drenowatz: Jiang Eshi (Hongkong, aktiv 1959–1967, 41 Werke), Frank Caro (New York, vor 1964, 10 Werke), Walter Höchstädter (Lugano/Hongkong, vor 1956–1960, 5 Werke), C. T. Loo (Paris/New York, 1948–1950, 1 Werk) und Jean-Pierre Dubosc (vor 1949–1958, 1 Werk). Für drei dieser Händler liegen in den Normdaten (GND, ULAN, VIAF) keine gesicherten Einträge vor.
Tätigkeitszeitraum und Werkzahlen gemäss publizierten Provenienzdaten
Hinweis zur Datengrundlage Diese Analyse wertet die auf opendata.swiss veröffentlichten strukturierten Daten aus, angereichert durch Normdaten (VIAF, GND/Wikidata, ULAN) und die China Biographical Database (CBDB, Harvard University / Academia Sinica / Peking University). 122 von 215 Personen konnten in CBDB identifiziert werden; 33 davon erhalten erstmals normierte Lebensdaten. Die CBDB-Übereinstimmungen wurden automatisch generiert und manuell auf offensichtliche Fehler geprüft — eine vollständige Verifikation durch Fachpersonen steht aus. Dokumentarische Lücken im publizierten Datensatz sind nicht gleichzusetzen mit dem Fehlen von Provenienzinformationen insgesamt. Für den Gesamtstand der Forschung wird auf die zuständige Abteilung des Museum Rietberg verwiesen.